Kreisverband Fulda




50 Jahre MIT im Landkreis Fulda  -  Mit der Sozialen Marktwirtschaft zum Wohlstand für Alle

  

Die CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) im Kreis Fulda feierte im September 2014 ihren 50. Geburtstag. Die Entstehungsgeschichte ist sehr interessant und vielseitig. Schon früh erkannte man in der Politik die Bedeutung des selbständigen Unternehmertums für eine gesunde Volkswirtschaft. Bereits in der ersten Legislaturperiode des Deutschen Bundestages hatte Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer seiner Fraktion den Auftrag erteilt, sich intensiv und gezielt um die Bewältigung der mittelstandspolitischen Fragen zu kümmern. Das Bestreben der MIT war es von Anfang an, die Basis vor Ort zu stärken und damit möglichst viel unternehmerischen Sachverstand in die politische Willensbildung auf Kreis-, Landes- und Bundesebene einzubringen.

 

 
Der Vorstand der MIT im Kreis Fulda im Jubiläumsjahr (von l.n.r.): Hubertus Köhler, Veit Küllmer,Hans-Dieter Alt, Heike Kleemann, Claus Ullrich, Patricia Fehrmann, Jürgen Diener, Edwin Balzter, Manfred Helfrich
 

Die damaligen Grundsätze gelten auch heute noch unverändert fort, wie man unschwer aus den folgenden Auszügen aus einer Rede aus dem Jahr 1963 erkennen kann. Dr. Klaus H. Scheufelen sagte bereits damals:

„ Es ist heute mehr denn je notwendig, die unternehmerische Wirtschaft zu einer politischen Willensbildung zusammenzufassen und ihre Belange stärker bei der Gestaltung der Wirtschaftspolitik zum Ausdruck zu bringen. Eine gute Wirtschaftspolitik ist nur möglich, wenn sie von einer echten Ordnungsvorstellung ausgeht, an der man sich in kritischen Situationen orientieren kann.Unsere freie Wettbewerbswirtschaft wird im wesentlichen von der Initiative des Unternehmers bestimmt. Ohne diese Tätigkeit wäre darüber hinaus unser freiheitliches Staatssystem gefährdet. Wir wollen aus diesem Grunde den Unternehmer näher an die Politik heranführen. Das kann aber nicht dazu führen, daß wir wegen Einzelproblemen den Boden der sozialen Marktwirtschaft verlassen."

 

Für den Kreis Fulda war der Gründungsmotor für die Mittelstandsvereinigung ohne Zweifel der ehemalige Landtagsabgeordnete Richard Möller (CDU) aus Neuhof. Unter seiner Regie wurden zahlreiche Kreis- und Ortsverbände gegründet, auch der Stadtverband Fulda, dessen Vorsitzender Winfried Rippert (CDU) wurde.


Mit Winfried Rippert wurde auch der Motor gefunden und gestartet, der fortan die Mittelstands-vereinigung über viele Jahrzehnte vorangetrieben, ausgebaut, geprägt und gefestigt hat. Als Landtagsabgeordneter, Stadtverordneter und Mitglied des Kreistages war er unermüdlich für den Mittelstand unterwegs.

 

Die Stabübergabe an Jürgen Diener erfolgte im Mai 2013. Der selbständige Unternehmer ist in Sorge. Er sagt, gerade aus der jüngsten politischen Entwicklung wissen wir, dass es nach wie vor und gerade heute gilt, die Soziale Marktwirtschaft zu verteidigen. Die Themen der Mittelstands-vereinigung  im Jubiläumsjahr 2014 wurden unter seiner Regie formuliert und finden sich in den Headlines der Fuldaer Zeitung wieder. Diese  lauten: „ Die Steuerbremse muss her! Die CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) Fulda fordert den Abbau der kalten Progression"; „Falsche Kompromisse - Fehlentscheidungen in der Großen Koalition;  Es fehlen Anreize, länger zu arbeiten, CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Fulda fordert: befristete Weiterbeschäftigung jenseits des Renteneintrittsalters ohne Arbeitslosen- und Rentenbeiträge"; „Europapolitik ist für uns Chefsache" , Für die MIT Fulda ist die Europapolitik ein Schwerpunkt ihrer Arbeit / „Corporate Social Responsibility" muss freiwillig bleiben - Bekenntnis zum Meisterbrief";    „Dem Arbeitskräftemangel entgegnen! Die CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) Fulda sieht großes Potenzial bei europäischen Zuwanderern für das deutsche Handwerk, „Handwerker werden immer gebraucht", Stellvertretender MIT-Kreischef Veit Küllmer über die Vorteile der Ausbildung in einem handwerklichen Beruf - gute Verdienstchancen und Spaß an der Arbeit!"; „Mindestlohn – ein großer Fehler!"

Jürgen Diener führt weiter aus, dass die Soziale Marktwirtschaft die Idee ist, die die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung trägt. Ihre Prinzipien sollen auf der Grundlage von Eigeninitiative und Eigenverantwortung systematisch weiter entwickelt werden. Die MIT steht für den Verzicht auf übermäßige staatliche Eingriffe in das Wirtschaftsleben und setzt sich für die Sicherung des Leistungswettbewerbs ein.


Der MIT-Kreisverband Fulda hat erst kürzlich die 500er Mitgliedsmarke geknackt. Damit ist der Verbund mittelständischer Unternehmen in Hessen weiterhin an der Spitze der 26 MIT-Kreis- und Stadtverbände und in Deutschland auf Platz 5.